Wer an Hamburg denkt, der denkt auch schnell an Wasser. Gelegen an der Elbe, eingebettet in den Hafen und die Alster umgebend; Wasser findet man in der schönen Hansestadt überall. Ich möchte euch gerne ein wenig über die Stadt am Wasser erzählen; über die Eigenheiten der Gewässer, über die unterschiedlichen Charakteristika und über ein paar vielleicht noch unbekannte Fun Facts. Denn eins steht fest: Wasser ist nicht gleich Wasser, in Hamburg schon gar nicht. Und übrigens: „Alles südlich der Elbe ist Norditalien“ 😉

An der Elbe die berühmte und beeindruckende Köhlbrandbrücke, die über den Hafen führt, untendrunter der alte und neue Elbtunnel, der Elbstrand in Övelgönne, das Blankeneser Treppenviertel, die neu entstandene Hafencity mit ihren Büros, Restaurants und Wohnhäusern und dem Herzstück Elbphilharmonie, die 2019 eröffnete U- und S-Bahn Station Elbbrücken spiegelt das moderne Leben dieses neuen Stadtteils wider. Das Leben an der Elbe ist rau und mondän zugleich. Bei schweren Stürmen steht der berühmte Fischmarkt gerne mal unter Wasser, während im Sommer die übervölkerten Elbstrände an einen Urlaub in Italien erinnern lassen.

Elbe Philharmonic Hall
Elbphilharmonie

Und dann gibt es da ja noch das andere Gewässer der Hansestadt, die Alster. Wobei man im innerstädtischen Bereich genau genommen vom Alstersee spricht, bestehend aus Binnen- und Außenalster. Die Alster an sich ist ein 35 m langer Nebenfluss der Elbe. Der Hamburger flaniert und joggt gerne tagtäglich an der Alster. Hier treffen sich Radfahrer, Spaziergänger, Läufer, Walker, Hunde, der Hamburger Doppeldecker, Touristenbusse, Alsterdampfer, Segler, Tretboote, SUPler… Aber bitte bloß keine Durchmischung der verschiedenen Gruppen, das mag der Hamburger gar nicht gerne, besonders an der Alster nicht.

 

Alster Fontäne

Apropos Elbe und Alster: ein etwas ungewöhnlicher Brauch, der von Hamburger Hebammen an junge Eltern weitergegeben wird, ist es, den Nabel ihres Babys wahlweise in eines der beiden Hamburger Gewässer zu werfen. Wer sich hierbei für die Alster entscheidet, dessen Kind wird dem Brauch nach Beamter und sehr Hamburg verbunden. Den Nabel in die Elbe zu werfen, soll dazu führen, dass das Kind später in die Welt reisen und dort willkommen sein wird.

 

Bar an der Alster

 

All das ist Hamburg und all das wird beherrscht vom berauschenden Element Wasser. Hier denken wir zwangsläufig an die Hamburger Poetry Slammerin Kathrin Weßling mit ihrem Spruch „Hamburger Wasser kann so schön sein, wenn es mal ausnahmsweise nicht von oben kommt“ so wahr, so wahr…133 Tage im Jahr regnet es in Hamburg.

 

Hafen

 

Über sieben Brücken sollst du gehen…

Hamburg wird durchzogen von zahlreichen großen und kleinen Brücken, manche sagen die „schönste Stadt der Welt“ habe mehr Brücken als Amsterdam und Venedig zusammen. Hier herrscht allerdings ein weiter Definitionsrahmen was das Wort Brücke angeht, so dass eine genaue Anzahl nicht wirklich benannt werden kann. Natürlich finden sich auch hier, wie in vielen anderen Städten, die sogenannten Liebeschlösser.

 

Speicherstadt

 

Nun komme ich zu einem etwas anderen Aspekt des Hamburger Wassers, und zwar möchte ich euch gerne Hans Hummel vorstellen. Bitte wen fragt ihr? Der Wasserträger Hans Hummel ist eine Hamburger Symbolfigur und trug den bürgerlichen Namen Johann Wilhelm Bentz. Er lebte von 1787 bis 1854 in Hamburg und war in der Neustadt als Wasserträger tätig, sein Wasser bezog er dabei vom Brunnen am Gänsemarkt. Bei der Arbeit wurde er oft von den Kindern der Neustadt geneckt, indem sie ihm der Überlieferung nach „Hummel Hummel“ hinterherriefen. Seine Antwort war ein schlichtes „Mors Mors“, plattdeutsch für „Arsch“. In Langform sollte das wohl „Klei di an´n Mors“ bedeuten, was in etwa „Kratz dich am Arsch“ heißt. Noch heute wird der Ausruf als Begrüßung unter Hamburgern benutzt, wobei die eine Seite „Hummel Hummel“ ruft und die andere Seite „Mors Mors“ entgegnet.
In der Neustadt findet ihr an der Kreuzung Rademachergang/Breiter Gang eine Statue des Wasserträgers und nicht weit entfernt davon auch eine Figur, die eines der feixenden Kinder darstellt, das dem Wasserträger seinen nackten Hintern entgegenstreckt. In der gesamten Hamburger Innenstadt sind mehrere Figuren des Wasserträgers aufgestellt und durch die Neustadt verläuft auf der Straße eine rote Linie, der sogenannte „Hummel Bummel“, der interessante Informationen und Fakten über die Gebäude und Straßen des Viertels liefert, in dem der Wasserträger seine Arbeit verrichtet hat.

 

Landungsbrücken

 

MyCityHighlight in Hamburg

Na, seid ihr neugierig geworden auf die Hamburger Gewässer, den Wasserträger Hans Hummel und die Hanseaten? Dann nichts wie los in die schöne Stadt mit Reeperbahn und Hafen. Die MyCityHighlight Europe GmbH hat in Hamburg ihre kreative Zentrale und entwirft aus dem Schanzenviertel heraus Detektiv- und Krimi-Trails. In der Stadt selber darf dann auch in der Hafencity, der Speicherstadt, dem Karolinenviertel und dem Kiez gerätselt werden.Und spätestens danach sagt auch ihr: Hamburg meine Perle

 

 

 

 

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