Aarau – umfangreiche Tipps für deinen Ausflug

Die schönsten Orte & besten Erlebnisse im charmanten Aarau
Kunst, Geschichte, Natur und urbane Lebendigkeit: Aarau überrascht auf Schritt und Tritt.
Die Stadt erzählt Geschichten aus dem Mittelalter, präsentiert farbenprächtige Kirchenfenster, lebendige Fassaden und sogar unterirdisch gibt es etwas zu entdecken.
Zwischen Altstadt, Aare und Kulturinstitutionen findest du ein vielseitiges Sightseeing-Erlebnis, das Tradition und Moderne harmonisch verbindet.
Unsere Tipps zum Einkehren und Shopping, runden deinen Tagesausflug ab.
Und das Alles „on a budget“!

Obertorturm – Pforte nach Aarau
Der höchste erhaltene, mittelalterliche Stadtturm der Schweiz.
Der Obertorturm wirkt wie ein Zeitanker zum Eingang der Altstadt Aaraus.
Der Turm ist 62m hoch, verteilt über 10 Stöcke. Das Uhrwerk wird bis heute täglich von Hand aufgezogen und ist gekoppelt mit einem Glockenspiel von 11 Glocken. An der Südseite findet sich die etwas skurille Wandmalerei Totentanz von Felix Hoffmann.
Der Turm ist nicht nur ein Wahrzeichen, sondern ein lebendiges Geschichtsbuch.
Aarau Info bietet dazu eine Turmführung an.
Direkt nach dem Durchgang findest du rechts das libanesische Restaurant mit Take-Away Al Ahram. Die Falafel ist unser Geheimtipp. So startest du gestärkt auf den Rundgang.
Durchquere das Tor, folge der Rathausgasse bis du links auf die Kirchgasse triffst.
Stadtkirche Aarau – Gotische Klarheit
Der Stadtkirche besticht durch ihre spätgotische Architektur, die grossartige Akustik und aufwendige Glasmalereien.
Für Besucher: innen frei zugänglich, ist die Stadtkirche ein Bijou der Altstadt. Die schlichte, klare Gestaltung des Innenraums wurde beeinflusst von den Bettelorden. Die Kirche wird aufgrund der Akustik für Konzerte verschiedenster Art genutzt.
Die Chorfenster von Felix Hoffmann erzählen biblische Szenen in eindrucksvollen Farben in Glas gestaltet. Ergänzt werden sie von acht weiteren Fenstern von Roland Guignard zum Vaterunser-Zyklus, was die Kirche zu einem lichtoffenen, einladenden Raum macht.
Links der Stadtkirche führt die Pfleger-Stäge in die Halde.
Halde – Historische Gasse
Die Halde besteht aus historischen Bürgerhäusern mit wunderschönen Fassaden.
Jeder Spaziergang durch Aarau muss durch die malerische Halde führen. Insbesondere an Fotografie Interessierte kommen hier auf ihre Kosten.
Wer einen Abstecher an die Aare plant, geht hier durchs Haldentor. In diesem Bereich der Aare ist Schwimmen aufgrund des Wasserkraftwerks nicht möglich, doch das sanft fliessende Wasser lädt dazu ein, die Beine abzukühlen. Im Sommer lädt das Summertime Aarau zu einem Stopp direkt am Fluss ein.
Anschliessend könnt ihr noch einen Abstecher zum Inseli mit seinen Vogelvolieren machen und dann euren Rundgang der Aare entlang weiterführen zur Kettenbrücke.
Kettenbrücke – Die Aarequerung
Die Kettenbrücke in Aarau ist die wichtigste Aarequerung der Stadt und verbindet die Altstadt mit dem nördlichen Aareufer.
Bereits die Römer erbauten hier einen Flussübergang, später folgten mehrere Holzbrücken. Berühmt wurde vor allem die ursprüngliche Kettenbrücke von 1850, eine moderne Hängebrücke aus Eisenketten ohne Pfeiler im Fluss. Sie war für ihre Zeit technisch fortschrittlich, aber nur begrenzt belastbar. So wurden beispielsweise Soldaten angewiesen bei der Querung nicht im Gleichschritt zu laufen, um Schwingungen zu vermeiden.
Wegen des zunehmenden Verkehrs wurde diese 1949 durch eine Betonbrücke ersetzt, der Name Kettenbrücke blieb jedoch erhalten. Diese Betonbrücke prägte das Stadtbild über Jahrzehnte. Nach vierjähriger Bauzeit wurde sie 2024 durch einen modernen Neubau ersetzt.
Nach dem Ausblick über die Aare biege erneut ein in die Aarauer Altstadt.
Aarau – Stadt der schönen Giebel
Die Aargauer Innenstadt gehört zu den eindrucksvollsten historischen Stadtkernen der Schweiz.
Ihre besondere Ausstrahlung verdankt sie vor allem den Dachgiebeln, den Fassadenmalereien und dem Stadtbach, die zusammen ein sehr geschlossenes und lebendiges Stadtbild schaffen. Pass nur auf, in der malerischen Innenstadt fahren Busse, so dass du beim Staunen über die farbenfrohen Malereien dennoch aufmerksam sein musst.
Die reich verzierten Häuser sind typisch für Aarau. Ein Stadtrundgang durch Aarau gleicht einem Spaziergang durch ein Wimmelbilderbuch. Das Handy wird gezückt, um den bunten Zauber einzufangen.
Auch die Fassaden der Häuserzeilen sind ausgestaltet, teilweise mit Wandmalereien wie die bekannte Tuchlaube. Die Tuchlaube ist eines der markantesten Gebäude der Aarauer Altstadt. Sie stammt aus dem Spätmittelalter und war ursprünglich ein Handels- und Lagerhaus für Tuch, was auf die frühere Bedeutung der Textilherstellung und des Stoffhandels hinweist.
Heute ist sie ein wichtiger Veranstaltungsort und beherbergt ebenso eine herzige Café-Bar mit kleinem Imbiss zur Stärkung nach der Tour.
Die Innenstadt ist geprägt durch kleine, inhabergeführte Läden statt grosser Ketten, wie vielerorts üblich. Besonders empfehlen für ein kleines Mitbringsel aus Aarau, möchten wir den Secondhandladen Second Fish und das Kaufhaus zum Glück. Beide erreichst du in wenigen Minuten.

Aarau von unten – die Meyerstollen
Vor mehr als 200 Jahren begann der Industrielle Rudolf Meyer Sohn mit dem Bau eines weit verzweigten Stollensystems unter der Stadt Aarau.
Mit dem Aufschluss Meyerstollen ist im 3. Untergeschoss des Bahnhofs Aarau ein Ort entstanden, an dem das Stadtmuseum Aarau sowohl Einblicke in dieses faszinierende frühindustrielle Baudenkmal bietet als auch den direkten Zugang ermöglicht. Tief unter der Erde betreten die Besucherinnen und Besucher eine andere Welt: Ein gewundener Raum mit rohen Felswänden bildet das neu geschaffene Eingangstor zu zwei Armen der Meyerstollen. Über einen Steg können die Gäste trockenen Fusses einen kurzen, aber eindrucksvollen Abschnitt der alten Stollen erkunden und gefahrlos erleben.
Dies ist zu sehr beschränkten Zeiten möglich. Normalerweise am ersten Wochenende des Monats während 2 Stunden. Es können individuelle Führungen für Gruppen gebucht werden. Erfahre hier mehr.
Auf Albert Einsteins Spuren
Einstein verbrachte wichtige Jugendjahre in Aarau. Genau hier begann eine Facette seines Lebens, die nur wenige kennen: seine komplizierten Liebesgeschichten.
Während seiner Schulzeit lebte der 16-jährige Einstein bei der Familie Winteler und verliebte sich in Marie. Später folgte die Beziehung zu Mileva Marić, mit der er zwei Söhne hatte. Doch seine Gefühle für seine Jugendliebe Marie verschwanden nie ganz. Briefe an seine Jugendliebe aus 1910 zeigen tiefe Zerrissenheit.
Aarau war damit Schauplatz einer prägenden Phase seines Lebens, die sowohl seine Persönlichkeit als auch sein späteres Beziehungsleben beeinflusste.
Besuche Einsteins Schule und mache eine kleine Pause im umliegenden Garten, bevor du die Heimreise antrittst. In der bunt beleuchteten Bahnhofunterführung findest du ausserdem seine Gedenkplakette.
Museen in Aarau
Aarau bietet Zugang zu verschiedensten Museen und sie sind alle in Fussdistanz erreichbar.
Im Aargauer Kunsthaus findet sich eine der wichtigsten öffentlichen Sammlungen Schweizer Kunst vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Das Stadtmuseum Aarau erzählt die Geschichte der Stadt anhand zahlreicher Objekte, Fotos und Geschichten aus vielen Jahrhunderten. Sehr interessant ist die Dauerausstellung über 100 Persönlichkeiten der Stadtgeschichte.
Das Forum Schlossplatz im historischen Gebäude des ersten Bundeshauses der Schweiz bietet Wechselausstellungen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen.
Das Naturama ist ein besonders familienfreundliches Naturmuseum mit Ausstellungen zur heimischen Tierwelt und Ökosystemen.
Erlebnis-Trails in Aarau
Als Experten im Thema Städtereisen mit über 10 Jahren Erfahrung haben wir alle Facetten der wunderschönen Kleinstadt in 4 ganz unterschiedliche Erlebnisse integriert.
Ein jedes auf seine Art spielerisch. Und dabei ist garantiert, dass du einen super Überblick über das Städtchen bekommst. Noch dazu sind die Trails preislich interessant mit 19.- für zwei Personen auf dem Detektiv-Trail und 40.- für bis zu 5 Personen auf allen anderen.
Alle Trails sind auch bei Aarau Info erhältlich.
Eine Vielzahl Erlebnistrails macht die Stadt zu deiner Spielwiese.
Bist du mit Kindern unterwegs, begleitet dich Detektiv Dachs , das Maskottchen des Detektiv-Trails, zu allen Highlights. Mit einer Schatzkarte ausgerüstet, folgt ihr den Wegen wie auf einer Schnitzeljagd, löst gemeinsam Rätsel und knackt am Ende den Code der Schatztruhe. Darin wartet für jede: n eine kleine Überraschung.
Familien mit Teenagern, Paare, Freunde und Gruppen haben die Wahl zwischen drei weiteren spassigen Trail-Ideen:
Dem Krimi-Trail: Ermittle in einem Kriminalfall rund um den Tod an einer Studentin. Löse Rätsel, vergleiche Tatmotive und Alibis der Tatverdächtigen und stelle den Täter.
Dem Finding Daniel City-Trail: Eine interaktive Schnitzeljagd zu allen Highlights. Alle Sehenswürdigkeiten verpackt in ein Spielerlebnis rund um die Suche nach Stadtführer Daniel.
Dem Find-The-Code Outdoor Escape Game: Starte den Timer auf deinem Smartphone, löse mit Teamplay die Rätsel an den verschiedenen Standorten und chatte mit dem wahnsinnig gewordenen Kriminellen.

Bräuche & Veranstaltungen
Hier siehst du einen Auszug der Veranstaltungen im Jahresverlauf.
✅Wochenmarkt:
Frisches Gemüse, Obst, Blumen und regionale Produkte von lokalen Produzenten.
Samstags & Mittwoch
✅ Monatsmarkt (Warenmarkt):
Dritter Mittwoch im Monat im April, Mai, August, Oktober, November und Dezember.
✅ Flohmarkt:
Markthalle & Färberplatz
30-40 Stände
März – Oktober
Erster Samstag im Monat
✅ Bachfischet:
Lichterumzug und Festbetrieb.
Hunderte Schulkinder ziehen mit Lampions durch die Stadt. Der Brauch geht auf die frühere jährliche Reinigung des Stadtbaches zurück. Einmal im Jahr wurde er gereinigt und alle Kinder konnten den trockengelegten Bach leerfischen.
Am vorletzten Freitag vor den Herbstferien der Schulkinder.
✅ Rüeblimärt:
Einer der grössten traditionellen Märkte der Schweiz mit regionalem Fokus auf Rüebli, Spezialitäten & Kunsthandwerk.
Erster Mittwoch im November
✅ Advent i de Altstadt:
Regionaler Weihnachtsmarkt mit Verkaufs- und Foodständen, der WunderBar & Fondue-Gondeln.
Donnerstag – Sonntag an den drei Adventswochenenden vor Weihnachten. Kombiniert mit Sonntagsverkauf in den städtischen Läden.





